WBG Nord feiert Richtfest

20 barrierefreie Wohnungen in Güstrow

FOTO: HANS-JÜRGEN KOWALZIK

Bauleiter Steffen Zellmann trug den Richtspruch im Beisein von Vorstand Thomas Müller (l.),Vorstandsmitglied Günther Müller (2.v.r.) und Hartmut Reimann, Aufsichtsratsvorsitzender, vor.

Richtfest auf dem Distelberg. Die Wohnungsbaugenossenschaft Nord Güstrow investiert dort 5,3 Millionen Euro in 20 barrierefreie Wohnungen.

Da schwang sehr viel Freude und Stolz mit, als Vorstand Thomas Müller das Richtfest für das größte Neubauvorhaben in der 28-jährigen Geschichte der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Nord Güstrow eröffnete. Dazu begrüßte er seine Mitarbeiter, die Mitglieder des Aufsichtsrates, Vertreter anderer Wohnungsunternehmen, Stadtvertreter und nicht zuletzt viele fleißige Bauarbeiter.

Steffen Zellmann, Bauleiter des Generalunternehmers, der Firma Universalbau Parchim, trug nach alter Bauhandwerker-Sitte den Richtspruch vor. Er besiegelte ihn mit Thomas Müller, Vorstandsmitglied Günther Müller und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Reimann mit einem Pflaumenschnaps. Die Gläser wurden auf den Bodengeworfen und zersprangen, ein gutes Omen für den weiteren Baufortschritt. Zellmann denkt, dass Mitte nächsten Jahres Einzug gefeiert werden kann.

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Thomas Müller begrüßte zum Richtfest viele Gäste, darunter Bürgermeister Arne Schuldt(4.v.l.).

Die WBG Nord investiert rund 5,3 Millionen Euro in das fünfgeschossige Gebäude im Buchenweg. Das Grundstückerwarb die Genossenschaft von der Stadt. Dafür dankte Thomas Müller der Stadt explizit. Wie auch für eine sehr gute Zusammenarbeit in der Genehmigungsphase. In die schloss er den Landkreis ein.

Der Wohnblock wird voll unterkellert und besteht aus 20 barrierefreien Wohnungen, davon zehn Zwei-Raum- und zehn Drei-Raum-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 69 und 83 Quadratmetern. Zusätzlich entstehen auf dem etwa 3200 Quadratmeter großen Grundstück 30 Pkw-Stellplätze. „Ein besonderes Highlight sind die sehr großzügigen Balkone“, hob Thomas Müller hervor. Die Erdgeschosswohnungen erhalten Terrassen mit privaten Mietergärten. Müller: „Das gesamte Areal mit seinen schönen Außenanlagen wird eingezäunt, um den Wohnkomfort zusätzlich zu steigern.“

Lob für Nettokaltmiete, Kritik an Fernwärmekosten

Das Projekt ist für Thomas Müller ein Beispiel, der dem gegenwärtigen Tenor, den man überall hört, widerspricht: Die Zeiten seien so schlecht, Bauen sei derzeit unmöglich. Thomas Müller: „Ich sprach mit einem polnischen Immobilienunternehmer. Dort sind die Baupreise ebenfalls explodiert, aber die Bauzinsen liegen bei ca. acht Prozent. Er sagte, die Leute würden bei den Banken Schlange stehen,wenn die Zinsen nur vier Prozent betragen würden wie in Deutschland.“ Die WBG Nord verweist allerdings auch auf eine solide ökonomische Situation. Durch sie könne dieser Neubau zu ca. 80 Prozent mit eigenen Mitteln finanziert werden. Nur so, erklärte Müller, sei es möglich, die zukünftigen Mieten auf einem akzeptablen Niveau zu halten.

Umso mehr macht der WBG Nord die Preisgestaltung der Stadtwerke Güstrow bei der Fernwärme zu schaffen. Hier seien die Kosten für die Mieter um das Doppelte gestiegen, so Thomas Müller. Bürgermeister Arne Schuldt, der das WBG-Projekt ausdrücklich lobte, kritisierte das Gebaren der Stadtwerke, deren 100-prozentiger Gesellschafter die Stadt ist, beim Fernwärmepreis ebenfalls. „Die Preisgestaltung bei Fernwärme als wichtiger Teil der Wärmeplanung kann so nicht verhandelt werden“, stellte er kategorisch fest und kündigte Gespräche mit der Geschäftsführung an.

Von Hans-Jürgen Kowalzik | 28.06.2024, 17:10 Uhr

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