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Rückblick auf die 30. ordentliche Mitgliederversammlung der WBG Nord eG

Die 30. ordentliche Mitgliederversammlung tagte am 23.6.2026 in Neubukow.

Der Vorstand berichtete über das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2024 durch die Wirtschaftsprüfer des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.. Unserer Genossenschaft wurde erneut ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung festgestellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Hartmut Reimann, berichtete über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und dankte dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern für die sehr guten Ergebnisse. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet.

Es fanden die turnusmäßigen Wahlen für den Aufsichtsrat statt. Hartmut Reimann wurde erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Seine 25-jährige Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender wurde besonders gewürdigt.

Vorstandsmitglied Thomas Müller berichtete über das Geschäftsjahr 2025 und gab einen Ausblick in die Zukunft. Er bedankte sich bei den Aufsichtsratsmitgliedern für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den fleißigen und engagierten Einsatz zum Wohle unserer Genossenschaft.

Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 812 T€ ab.

Die Mitgliederversammlung beschloss die Einstellung des Jahresüberschusses in die Rücklagen. Dadurch erhöht sich die Eigenkapitalquote unserer Genossenschaft auf 70,3 %.

Auszug aus dem Bericht des Vorstandes:

Kreditverbindlichkeiten bei Banken

Zum 01. Januar 2025 beliefen sich die Kreditverbindlichkeiten bei Banken noch auf 3,6 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2025 betrug dieser Wert dann nur noch 3,2 Millionen €. 348 T€ wurden im vergangenen Geschäftsjahr getilgt.

Die Zinszahlungen im Jahr 2025 beliefen sich auf ca. 52 T€. Der Anteil der Zinsen an den Netto-kalt-Mieteinnahmen lag bei 2,1 %.

Liquidität

Unsere Genossenschaft verfügte im Geschäftsjahr 2025 stets über eine ausreichende Liquidität, so dass sämtliche Zahlungsverpflichtungen pünktlich beglichen und etwaige Skontoabzüge vorgenommen werden konnten. Durch die Anlage von Festgeld erwirtschafteten wir 6 T€ Zinserträge.

Mieteinnahmen / Vermietungssituation

Die Durchschnittsmiete (netto/kalt) bei unserer Genossenschaft lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 5,08 €/m² Wohnfläche. Bei der WBG Nord sind die Mieten also nach wie vor äußerst günstig.

Besonders erfreulich war, wie auch schon in den Vorjahren, die Vermietungssituation im Geschäftsjahr 2025. Wir hatten lediglich 1,2 % leerstandbedingte Mietausfälle.

Unsere Mieteinnahmen erreichten einen neuen Höchstwert von 2,5 Mio. €. Das entspricht einer Steigerung von fast 450 T€ oder 25 % in den letzten 7 Jahren.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass es seit Gründung unserer Genossenschaft, also seit 30 Jahren, noch nie eine allgemeine Mieterhöhung gab. Das heißt, wir haben Mitglieder, die seit 30 Jahren bei uns wohnen und heute noch auf den Cent genau die gleiche Netto-kalt-Miete wie damals bezahlen. Bei der gewaltigen Inflation, die wir in diesem Zeitraum erlebten, ist das ein ganz besonderer Verdienst unserer Genossenschaft und auch in der Branche der Wohnungswirtschaft keineswegs selbstverständlich. Und noch eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang. Der von Aufsichtsrat und Vorstand beschlossene Wirtschaftsplan sieht auch für die Zukunft keine allgemeinen Mieterhöhungen vor. Möglich ist dieser ganz besondere Bonus für unsere Mitglieder nur aufgrund einer jahrzehntelangen soliden Geschäftspolitik mit dem Fokus auf Entschuldung, möglichst hohen Vermietungsgrad und günstige Verwaltungskosten.

Instandhaltung und Modernisierung

Im Geschäftsjahr 2025 wurde mit 578 T€ wiederum eine erhebliche Summe für die Instandhaltung und Modernisierung unserer Wohnungsbestände verausgabt.

Der Großteil der Gelder floss in die Renovierung und Modernisierung von Leerwohnungen vor der Neuvermietung, was nicht nur zum geringen Leerstand beigetragen hat, sondern auch die Wohnqualität und vor allem die Sicherheit (Stichwort: Einbau neuer Elektroanlage) deutlich erhöht hat. Natürlich ist der Mietpreis für diese umfangreich modernisierten Wohnungen dann auch entsprechend höher. Diese Neuvermietungszuschläge tragen zur kontinuierlichen Steigerung unserer Mieteinnahmen bei.

Mitgliederentwicklung und Geschäftsguthaben

Am 31.12.2025 hatten wir 753 Mitglieder (Vorjahr 731 Mitglieder). Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder beliefen sich zum Bilanzstichtag auf ca. 904 T€.

Personalentwicklung

Unsere Genossenschaft wurde im vergangenen Jahr sowie auch in den Vorjahren von einem hauptamtlichen und einem ehrenamtlichen Vorstandsmitglied gemeinsam geleitet.

Weiterhin waren 3 kaufmännische Mitarbeiterinnen Frau Gregor, Frau Lenz und Frau Schröder sowie 6 technische Mitarbeiter, Herr Rodat, Herr Thieme, Herr Silz, Herr Rückert, Herr Rosenow und Frau Rosenow für unsere Genossenschaft tätig.

Es waren 4 Aufsichtsratsmitglieder bestellt. Herr Reimann aus Güstrow als Vorsitzender, Frau Rosentreter aus Neubukow als Stellvertreterin, Herr Becker aus Güstrow bis zum 19.6.2025, Herr Dieter Strelow aus Güstrow ab dem 19.6.2025 und Herr Eibl aus Bützow. Damit ist eine paritätische Zusammensetzung des Aufsichtsrates gewährleistet, die unsere drei Standorte repräsentiert.

Zusammenfassung

Die Gesamteinschätzung für das vergangene Geschäftsjahr fällt insgesamt sehr positiv aus und wir blicken auf ein sehr erfolgreiches 2025 zurück.

30-jähriges Gründungsjubiläum

Am 20. November 2026 werden wir mit Stolz und Dankbarkeit für diese so erfolgreichen Jahrzehnte unser 30-jähriges Gründungsjubiläum begehen. Thomas Müller berichtete, dass er seinerzeit selbst Gründungsmitglied war und sich noch sehr gut an die schwierige Anfangszeit erinnerte. Heute darf man mit Fug und Recht behaupten: Es ist eine Erfolgsgeschichte geworden ! Der Dank gilt unseren treuen Mitgliedern, unseren verantwortungsvoll agierenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern sowie den so fleißigen Mitarbeitern in diesen Jahrzehnten.

Ausblick in die Zukunft

Aufsichtsrat und Vorstand haben den 10-Jahres-Wirtschafts- und Finanzplan beschlossen. Unser Hauptziel ist die Vermeidung von Mieterhöhungen.

Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt in den Bestand investieren. In Neubukow und Bützow soll die Strangsanierung (Elektro) in den Gebäuden Panzower Weg 24-27 und 28-30, Rühner Landweg 16-22, Karl-Marx-Straße 12-15 und 26-29 erfolgen. In Güstrow steht die Strangsanierung Wasser und Abwasser noch bevor und die Fassaden müssen saniert werden.

Für das Geschäftsjahr 2026 und die Folgejahre haben Aufsichtsrat und Vorstand die Beibehaltung des sehr hohen Niveaus im Bereich Instandhaltung und Instandsetzung mit jährlich ca. 850 T€ beschlossen. Das ist, auch im Vergleich mit anderen Wohnungsunternehmen in unserer Größe, ein erheblicher Betrag.

Aufgrund der jährlichen planmäßigen Tilgungen unserer Kredite wird sich der Wert, den wir für den Kapitaldienst an die Banken zahlen, also die Zins- und Tilgungszahlungen, weiter verbessern. Dennoch sind auch in Zukunft jährlich ca. 400 T€ für diesen Kapitaldienst aufzuwenden. Das entspricht in etwa einem Viertel unserer Mieteinnahmen, die an die Banken abgeführt werden müssen. Aufgrund stark angestiegener Zinssätze muss weiterhin besonderes Augenmerk auf die Fortsetzung der Entschuldung gelegt werden. Im Geschäftsjahr 2026 ist daher eine Sondertilgung von 233 T€ und in den nächsten vier Jahren die vollständige Entschuldung unserer Genossenschaft geplant.

Grundsätzlich soll die Geschäftspolitik unserer Genossenschaft auch zukünftig durch folgende Kernaussagen gekennzeichnet sein: keine Mieterhöhungen, stets bestmöglicher Service für unsere Mitglieder, ständige Verbesserung der Wohnqualität durch hohe Investitionen, gepflegte Wohngebäude und Außenanlagen und weitere Entschuldung.

Die WohnungsBauGenossenschaft Nord ist ökonomisch stabil und gut gerüstet für die Zukunft. Unsere Mitglieder in Güstrow, Bützow und Neubukow haben die Gewissheit auch in Zukunft gut, sicher und günstig wohnen zu können.

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